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1993
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In Europa lieferte SEGA das Mega-CD ab April 1993 in begrenzter Stückzahl aus. Hier gehörten zur Lieferung Sol-Feace, Cobra Command und die Collection-CD.
Das Super Nintendo war mittlerweile unangefochten die Nr. 1 weltweit. Doch SEGA hielt noch einen Trumpf in der Hinterhand: Das seit 1991 in Japan erhältliche CD-ROM erschien nun auch in Deutschland.
Riesige Speichermengen, CD-Symphonien und ein zweiter, schneller Hauptprozessor für ungeahnte Effekte standen bereit. Die Veränderung durch dieses Medium war gravierender, als erste Spiele wie Wonderdog oder Sol Feace glauben machten. Das Mega Drive wurde zur Multimedia-Konsole, die auch Kreative aus anderen Bereichen interessierte. Sony gehörte zu den ersten Lizenznehmern, SEGA selbst verließ mit Produkten wie der "Make my Video"-Reihe die Spieleschiene.
Auch Joypad-Abenteuer würden in Zukunft anders aussehen. Durch den Speicherplatz einer CD waren digitalisierten Videosequenzen und der Sprachausgabe keine Grenzen gesetzt.
Ab Herbst 1993 wurde in allen Ländern das neue Mega-CD II verkauft, das sich in mehreren Punkten vom Vorgänger unterschied: Aus Kostengründen verschwand das elektrisch ausfahrbare Laufwerk, das durch ein Toplade-Fach ersetzt wurde.
Das neue Design verzichtete auf den alten Mega-Drive/Mega-CD-Turm und bot stattdessen eine flache Einheit, bei der das CD-ROM am rechten Rand plaziert wurde.
In Deutschland wurde nur das Mega-CD II verkauft, wobei der Kunde zwischen zwei Varianten wählen durfte: SEGA lieferte eine Version ohne Spiel für ca. 510.-DM aus, die andere Packung enthielt zusätzlich das Spiel "Road Avenger" zum Preis von ca. 580.-DM. Das Zeichentrickspektakel unterschied sich radikal von anderen Konsolenspielen und war eine hervorragende Demonstration der Mega-CD-Fähigkeiten.
Beide Versionen kamen mit einem Kabel, das die Mega-Drive-Sounds mit den CD-Klängen mischte. Eine weitere Verbindung zum Anschluss an die Stereo-Anlage war ebenfalls beigelegt. Ein kleines Pult sorgte dafür, daß das alte Mega-Drive einen festen Stand hatte und ein Netztgerät versorgte das Mega-CD mit Strom.
Zum Start gab es alsbald Spiele wie Batman Returns, Ecco the Dolphin, Final Fight, Jaguar XJ 220, Keio Flying Squadron, Silpheed, Thunderhawk oder Time Gal. Ein im Vergleich zu den anderen Startangeboten hervorragendes Line-Up.
Ende 1993 drangen der Electronic-Arts-Gründer Trip Hawkins mit seinem multimedialen 3DO-Projekt zum Preis von 1200.-DM, Phillips mit seinem ebenfalls multimedial ausgelegten CD-i (1100.-DM), Amiga mit dem CD32 (700.-DM) sowie der Klassiker Atari mit seinem Jaguar (700.-DM) auf den Markt. | | |